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400 Jahre evangelisch
Grußwort der Pfarrerin Wilma Falk-van Rees |
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Die Evangelische Kirchengemeinde Mülheim am Rhein, wie sie bis heute noch
heißt, feiert 2010 ihr 400-jähriges Bestehen. Am Himmelfahrtstag 1610 hat wohl
der erste freie, öffentliche Gottesdienst
stattgefunden. Bis dahin gab es im Kölner
Raum und im Bergischen Land nur heimliche Gemeinden. Von Anfang an standen
das lutherische und das reformierte Bekenntnis in Mülheim nebeneinander, bis es
1837 unter dem Druck Preußens zur Vereinigung kam. Die lutherische Kirche am
Wall erhielt den Namen Friedenskirche,
den sie bis heute trägt. Damit ist sie das älteste protestantische Gotteshaus auf heutigem Kölner Boden. |

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Politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen bestimmten immer wieder
die Geschicke der Gemeinde. Im Dreißigjährigen Krieg gab es zeitweise nur noch
acht Evangelische in Mülheim, die mühsam überlebten. Doch dann erstarkten die
Gemeinden wieder und bestimmten ihrer
seits das Wohlergehen und Wachsen der
Stadt maßgeblich mit. Dabei bemühte sich die Gemeindeleitung immer auch um die Bildung
und Erziehung des Nachwuchses, wie es erste reformpädagogische Ansätze in Mülheim zeigen. |
Als 1914 der Eingemeindung nach Köln stattgegeben wurde, fand eine lange Rivalität ihr Ende. Die
beiden Weltkriege und die nationalsozialistische
Diktatur haben nicht nur in Mülheim große innere
und äußere Zerstörung hinterlassen. Unwiederbringliche Verluste und mühsame Aufarbeitung
bestimmten in der zweiten Hälfte des vergangenen
Jahrhunderts auch die Geschichte der Gemeinde.
In den 1950er Jahren wuchs, bedingt durch die
großen Flüchtlingsströme, die Zahl der Gemeindeglieder auf über 25.000 an. Ehemalige Außenbezirke entwickelten sich jetzt zu selbstständigen
Gemeinden. Heute erleben wir wieder gegenläufge
Tendenzen, erste Fusionsprozesse wurden eingeleitet. Im Stadtteil leben Menschen aus über 100
Nationen mit vielfältigen religiösen und kulturellen
Bindungen. |
Der Blick auf „400 Jahre Evangelisch in Mülheim“ –
so heißt auch das Buch, das zum Jubiläumsjahr erschienen ist – lädt einerseits zum Nachdenken ein über das, was Evangelisch-Sein im Kontext einer
pluralistischen und globalisierten Gesellschaft bedeutet, andererseits auch zum herzlichen Mitfeiern. |
Pfarrerin Wilma Falk-van Rees
Vorsitzende des Presbyteriums
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Achtung - Fehlerteufel:
In unserem Veranstaltungsheft ist ein Termin falsch angegeben. Statt Samstag, 30.01.2010, 11 Uhr, Beginn der Predigtreihe, Pfarrer Dietrich Grütjen,
Friedenskirche, muss es Sonntag, 31.01.2010, 11 Uhr heißen.
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